Fazit im VR: Kompetenz vor Alter!

Hier die Auswertung unserer 14. Kurz-Umfrage *): Auswertung final als PDF.

Hintergrund:

 
 Verwaltungsräte: «Die Treffs der grauen Herren»?
 

 
Unter dem Titel «Die Treffs der grauen Herren» wurde in der Tagespresse**) das Thema der Altersstruktur von Schweizer Verwaltungsräten thematisiert. In der Schweiz beträgt das durchschnittliche Alter 59 Jahre.

 
 Resultat (final): Wie hält es Ihre Firma mit der (Alters-) Zusammensetzung des VR?
 


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Kommentar:

  • a) nur 23% reglementarische Begrenzung (Frage 1)
  • b) Fachliche Zusammensetzung ist wichtiger als Alter (Fragen 4,5)
  • c) keine Diskriminierung (Fragen 6, 7 und 8)

Beurteilungen / Kommentare von Antwortenden:

  • Jüngere VR’s zwischen 50-55 bei Neumitgliedern wünschenswert!
  • Mit 70 ist Schluss, ansonsten geben wir uns die Regeln: möglichst verschieden im Sinne von „jung / alt“, „männlich / weiblich“, „Inland / Ausland“/li>
  • Vertretung der Eigentümer plus Branchen-Knowhow je hälftig
  • Verwaltungsratszusammensetzung ist begrenzt auf 3 Mitglieder/Fachkompetenzen: Geschäftsführer, Finanz sowie Recht

Ihre Perspektive, aus welcher Sie die Fragen beantwortet haben?
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*) 90-Sek.-VR-Umfrage
Die 90-Sekunden-VR-Umfrage wird von P-Connect alle 1-2 Monate zu aktuellen Themen durchgeführt und ist Teil unserer Executive-Search Tätigkeit im Umfeld von Verwaltungsräten / Geschäftsleitungen und unseres Interesses für Persönlichkeiten und deren Impact auf Unternehmen und Wirtschaft. Die Umfragen sind anonym.


*) Artikel ‚Die Treffs der grauen Herren‘, Tages-Anzeiger, Wirtschaft, 28. März 2017, Seite 9 als PDF.


Die 90-Sekunden-VR-Umfrage wird von P-Connect alle 1-2 Monate zu aktuellen Themen durchgeführt und ist Teil unserer Executive-Search Tätigkeit im Umfeld von Verwaltungsräten / Geschäftsleitungen und unseres Interesses für Persönlichkeiten und deren Impact auf Unternehmen und Wirtschaft. Die Umfragen sind anonym. Die Feedbacks helfen uns, unsere Dienstleistung als Headhunter im Executive Search und im Outplacement auf höchstem Niveau sicher zu stellen.


 

Ist VR Vorsorge?

FAMILIENUNTERNEHMEN Ist der Verwaltungsrat Vorsorge für das Unternehmen oder ist ein VR-Mandat Vorsorge für die Verwaltungsrätinnen und -räte?

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Die Handelszeitung hat vor ein paar Jahren die Suite-150 gestartet – ein Club von Schweizer Unternehmen mit einer Tradition von 150 Jahren und mehr. Gab es damals nicht mehr Firmen, oder haben diese einfach etwas gemacht, was andere nicht machten? Offenbar verfolgte die Führung aber eine langfristige Strategie.Diese Suite-150-Firmen wurden in den Familien über Generationen vererbt, nicht nur Verantwortung und Vermögen, sondern auch …… lesen Sie den ganzen Beitrag auf www.unternehmerzeitung.ch 05/2017.


Christoph Hilber als Managing Partner von P-Connect fokussiert im Executive Search auch auf die Stufe Verwaltungsrat / Verwaltungsrätin. In diesem Zusammenhang schreibt er regelmässig Artikel in verschiedenen Medien wie z.B. in der Unternehmerzeitung, Teil Verwaltungsrat-Praxis.


 

Rationaler Bauchentscheid

Das Ziel ist klar und einfach formulierbar: Den Menschen finden, der ideal auf eine Position passt. Das ist Tagesgeschäft in der Rekrutierung, wo Beurteilungen und Abgleich mit Profilen eine der wichtigsten Aufgaben darstellt. Und doch gibt es Fehlbesetzungen. Eine Smart Watch, welche den Selektionsprozess unterstützt, gibt es leider noch nicht.

TEXT CHRISTOPH HILBER
erschienen in „readme 37/17“, Zeitschrift der Alumni Wirtschaftsinformatik Universität Zürich
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Super Job!
Ausgangslage ist die Tätigkeitsbeschreibung der Position. Wenn sie vorhanden ist, beschreibt sie die aktuellen, fachlichen Tätigkeiten. Hinzu kommen Internas wie spezielle Herausforderungen, Gründe für Neubesetzung etc. HR entwickelt ein attraktives Inserat für die externe Kommunikation, indem einige Anforderungen an die Persönlichkeit angefügt werden. Ansonsten wird das Inserat spannend tönen und Job sowie Firma von der besten Seite beleuchten. Legitime Teilwahrheit.

Ich bin der Beste!
Der Bewerber durchläuft einen ähnlichen Prozess. Er kehrt in sich selbst, macht eine Liste der Erfolge und Misserfolge in seinen bisherigen Jobs, seiner Stärken und Schwächen, seiner Wünsche und Ziele. Die positiven Elemente verpackt er in einen Lebenslauf, ergänzt ihn vielleicht mit ein paar unproblematischen Schwächen. Problemzonen werden weggelassen. Das übliche Motivationsschreiben umfasst hoffentlich drei gute Argumente, warum sich ein persönliches Gespräch lohnen würde. Legitime Teilwahrheit.

Assessment – die ganze Wahrheit!
Die Teilwahrheiten treffen aufeinander. Dieser Schritt ist vergleichbar mit dem M&A-Prozess bei einem Firmenkauf. Beide Seiten stellen sich möglichst gut dar und lassen das Gegenüber nach den Schwachstellen suchen oder nach Informationen fragen, welche in den Dokumenten schöngeredet oder verschwiegen werden.
Die fachlichen Themen wie technische Fähigkeiten oder betriebswirtschaftliche Zusammenhänge können im Gespräch oder durch Case Studies, Tests, vielleicht Schnuppertage, veriiziert werden.
Je höher und unternehmerischer eine Funktion ist, desto weniger ist dies jedoch möglich, da die Persönlichkeitsmerkmale wichtig werden wie z.B. der Denk-, Arbeits- und Beziehungsstil. Dem gegenüber stehen Themen wie Kultur, Offenheit oder Stimmung im Unternehmen. Diese Dimensionen werden in der Praxis über eine Gesprächsbatterie mit mehreren Peers, Vorgesetzten oder falls möglich mit Direktunterstellten ausgelotet. In diesen Gesprächen gewinnen beide Parteien Entscheidungsgrundlagen, denn auch der Bewerber lernt durch die Gespräche sein zukünftiges Umfeld näher kennen.
Es gibt unterstützende Alternativen zur Abklärung dieser sehr persönlichen Merkmale. Oft werden Einzel-Assessments durchgeführt, wo der Bewerber einem Team von Psychologen ausgesetzt wird – sicher ein guter Stresstest. Eine weitere und schnellere Option sind On-line Assessments, in welchen Verhalten, Motivation und Kompetenzen gecheckt werden können. Beispiele dafür sind INSIGHTS MDI für Verhalten und Motivation, ASSESS by Scheelen für die Persönlichkeitskompetenzen.
Beide Verfahren bringen etwas Konkretisierung in die schwer greifbaren Dimensionen der menschlichen Seele. Alle Assessments dürfen jedoch nur einen Mosaikstein im Entscheidungspuzzle darstellen, sind diese doch nur Momentaufnahmen und abhängig von der momentanen Gefühlslage eines Bewerbers. Unter Stress denkt der Mensch anders als ohne Stress oder mit Longdrink unter der Palme. Trotzdem sind sie hilfreich, um allenfalls kritische Punkte in Gesprächen weiter zu verifizieren.

Matching – der Entscheid.
Smart-Watches können inzwischen sogar die Restlaufzeit des Lebens berechnen oder langweilige Gesprächspartner identifizieren. Genügen würde es, wenn sie anzeigen könnten, wenn der Gesprächspartner nicht die ganze Wahrheit sagt, denn dort könnte man weiter bohren. Solange dies nicht möglich ist, bleibt nichts anderes übrig, als möglichst viele und breit abgestützte Informationen zu kompilieren – systemisch und/oder mit gesundem Menschenverstand – und dann auf das Gefühl, die Bauchgefühle der involvierten Gesprächspartner, zu setzen – Q.E.C. – quod erat convincendum.


Christoph Hilber als Managing Partner von P-Connect fokussiert im Executive Search und Outplacement auf die Branchen Informatik Telekommunikation, Industrie (Maschinen-, Elektro-, Metallindustrie) und Positionen Verwaltungsrat / Verwaltungsrätin, Geschäftsleitung / Kader und Spezialisten. Vorgängig war er in leitenden Linienfunktionen bei NCR/AT&T, Diax und Siemens tätig. In diesem Zusammenhang schreibt er regelmässig Artikel in verschiedenen Medien wie z.B. im read-me, der Zeitschrift der Fakultät der Wirtschaftsinformatik der Universität Zürich.


 

«Ich will Werte schaffen»

VR-PRAXIS-Persönlich im Gespräch mit URS T. FISCHER – Warum CEO und Verwaltungsratspräsident keine besten Freunde sein sollten, er immer ein Verkäufertyp bleiben wird und wie er mit Trends und Hypes umgeht, verriet uns Urs Fischer im persönlichen Gespräch.

Seit fünf Jahren ist Urs Fischer Verwaltungsratspräsident des Softwarehauses Adcubum. Zuvor war er vor allem als Chef der Sunrise und von HP bekannt. Nach der Fusion von Sunrise mit der diAx verzichtete Fischer auf das Amt des Konzernchefs. Stattdessen wechselte er zur Ascom Holding und übernahm später den CEO-Posten bei der ACP. Er kennt somit beide Seiten: Die operative Tätigkeit als auch die strategischen Herausforderungen. Uns hat interessiert: Wie muss der ideale Verwaltungsrat aufgestellt sein und wie geht der VRP der Adcubum mit der Digitalisierung um?

Wie wird man Verwaltungsrat? Strategie, Zufall oder beides?
URS FISCHER Gegenfrage: Wie wird man Unternehmer? Man hat einmal eine …
…. lesen Sie das ganze Interview auf www.unternehmerzeitung.ch.

Gespräch mit ANOUK ARBENZ, CHRISTOPH HILBER

Download des Interviews als PDF.


Als Managing Partner von P-Connect arbeitet Christoph Hilber im Rahmen des Executive Search auf Stufe Verwaltungsrat / Verwaltungsrätin mit der Unternehmerzeitung in der Rubrik VR-Praxis / Verwaltungsrat persönlich zusammen. Die Gespräche werden alle persönlich geführt.